Raumtypen und Prüforte SHK

Analog zur Vorgehensweise in der Untersuchungsregion Halle-Leipzig soll auch für die Region Jena/Saale-Holzland-Kreis eine raumstrukturelle Abgrenzung vorgenommen werden. Vorteil einer solchen Einteilung ist, dass die Region in homogene Teilräume untergliedert wird, um die vorherrschenden Rahmenbedingungen ausreichend berücksichtigen zu können. Die relevanten raumstrukturellen Herausforderungen und Zielsetzungen können so optimal im jeweiligen Raumtyp adressiert werden.

Im Rahmen von Interko2 werden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Pendelintensität,
  • Nahwanderungsgewinn: positiver Wanderungssaldo gegenüber der Kernstadt sowie EinwohnerInnenentwicklung als Orientierung der Stärke sich vollziehender Entwicklungen,
  • Arbeitsplatzdichte,
  • Geografische Lage zum OZ und
  • Zentralörtliche Funktion als Mittelzentrum.

In einem weiteren Schritt sollen mögliche Prüforte „Wohnen“ abgegrenzt werden, die die Grundlage für die Auswahl und Abstimmung zu den Präferenzorten bilden. Die über diesen Teilschritt abgegrenzten Orte bilden die Grundlage für vertiefende Untersuchungen der Orte an sich. Die gewonnenen Ergebnisse dienen zudem als Basis zur Diskussion der weiteren Teilschritte in der Region bei der Erarbeitung des regionalen Wohnbauflächenkonzeptes. Die Daten, die in die Bewertung einbezogen wurden, stellen eine Momentaufnahme der Jahre 2018-2021 dar und sind im Zeitfortschritt zu überprüfen.

  • Stufe 1 sind die Kernorte, die aufgrund der Erreichbarkeit und Ausstattung besonders für die Wahrnehmung von Entwicklungsfunktionen im Bereich Wohnen in der Region in Frage kommen.
  • Stufe 2 umfasst die Kernorte, die bei Bedarf (bei starkem Wachstum) ergänzende Entwicklungsfunktion für die Region wahrnehmen können bzw. die im innerregionalen Ansatz bei Bedarf für die Erweiterung der Wohnfunktion zu beachten sind. Dazu zählen Orte mit SPNV-Anbindung und geringerem Ausstattungsniveau sowie Orte ohne SPNV-Erreichbarkeit, aber mit sehr gutem Versorgungsniveau.
  • Stufe 3 enthält die Kernorte, die sich von der Mehrzahl der Ortsteile durch eine bessere Ausstattung oder auch Erreichbarkeit auszeichnen und damit eine Stabilisierung-/Ergänzungsfunktion in ländlichen Räumen wahrnehmen können.
  • Alle weiteren Orte (nicht einzeln dargestellt) können in unterschiedlicher Ausprägung Eigenentwicklung (u. a. Ersatzbedarf und qualitative Anpassung) im Kontext des Wohnens realisieren.
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